Energiedatenmanagement

Technische Mengenermittlung, Ermittlung des Emissionsfaktors sowie Bereitstellung von Gasbeschaffenheitswerten

Für die Qualität eines Netzkontos ist die Genauigkeit in der Datenbereitstellung und -übertragung entscheidend. Als erfahrener Dienstleister und Partner für das Management gasspezifischer Daten unterstützen wir Netzbetreiber bei der Minimierung ihres regulatorischen und wirtschaftlichen Risikos. Die technische Mengenermittlung erfolgt dabei von der Auslesung der Daten über das Plausibilisieren und die Ersatzwertbildung bis hin zur Marktkommunikation in allen gültigen Datenformaten. Diese Daten bilden die Grundlage für das Allokations- und Bilanzkreismanagement.

Für die Berechnung des Emissionsfaktors und des unteren Heizwertes für den CO2-Emissionshandel wenden wir ein Verfahren an, das durch die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) anerkannt ist.

Zudem stellen wir Prozessdaten, insbesondere gemessene und simulierte Gasbeschaffenheitsdaten am Netz des Fernleitungsnetzbetreibers ONTRAS Gastransport GmbH, bis hin zu 3-Minuten-Werten zur Verfügung.

Management von Netzkopplungspunkt-Zeitreihenmeldungen und Allokationsdatenmeldungen für RLM-Ausspeisepunkte gemäß KoV

Profitieren Sie von unserer Fachkompetenz und langjährigen Erfahrung. Wir unterstützen Sie in allen Fragen rund um Datenerhebung, -plausibilisierung und -versand.

Unsere Leistungen für Sie im Überblick

  • Datenfernabfrage für Messdatenregistriergeräte
  • Mengenermittlung, Plausibilisierung, Ersatzwertbildung und K-Zahl-Korrektur nach DVGW-Regelwerk
  • Mengenabstimmung
  • Datenversand an den Marktgebietsverantwortlichen und an den Netzbetreiber bzw. an den Transportkunden oder Endabnehmer
  • Allokations- und Bilanzkreismanagementprozesse gemäß Kooperationsvereinbarung (KoV)

Unsere Leistungen an Netzkopplungspunkten

  • Mengenermittlung (ohne Ersatzwertbildung) auf Basis eines Bilanzierungsbrennwertes
  • Aggregation von einzelnen Messpunkten auf Netzübergangszeitreihen Datenversand an den Marktgebietsverantwortlichen und an den Netzbetreiber
  • Plausibilisierung der Daten auf Basis von Zählerständen
  • Mengenermittlung und Ersatzwertbildung nach DVGW Arbeitsblatt G 685, insbesondere K-Zahl-Korrektur nach G 486
  • Beachtung des DVGW-Hinweises G 686 „technische Mengenermittlung an Netzkopplungspunkten“
  • Mengenabstimmung mit beteiligten Netzbetreiber
  • Berechnung der endgültigen Energiemenge auf Basis eines Abrechnungsbrennwertes

Unsere Leistungen an RLM-Ausspeisepunkten

  • Mengenermittlung (ohne Ersatzwertbildung) auf Basis eines Bilanzierungsbrennwertes
  • Datenversand an den Marktgebietsverantwortlichen
  • ggf. Aggregation von einzelnen Messpunkten
  • Plausibilisierung der Lastgang-Daten auf Basis von Zählerständen unter Berücksichtigung des 2. Beiblattes G 685
  • Mengenermittlung und Ersatzwertbildung nach DVGW Arbeitsblatt G 685, insbesondere K-Zahl-Korrektur nach G 486
  • Berechnung der bilanzierungsrelevanten Energiemenge auf Basis eines Bilanzierungsbrennwertes
  • Mengenabstimmung
  • Datenversand an den Marktgebietsverantwortlichen
  • Berechnung der endgültigen Energiemenge auf Basis eines Abrechnungsbrennwertes als Basis für die Mehr-/ Mindermengenabrechnung und Versand an den Transportkunden

Berechnung von CO2-Emissionsfaktoren

Als Industriebetrieb, Kraftwerks- oder Anlagenbetreiber in Deutschland sind Sie verpflichtet, ihre CO2-Emissionsdaten aufgrund gesetzlicher Verordnungen zu ermitteln und regelmäßig an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) zu senden. Diese Daten bilden die Grundlage für den Handel mit Emissionsrechten. INFRACON unterstützt Sie bei der Berechnung des Emissionsfaktors und des unteren Heizwertes mit einem Leistungsangebot, welches auf dem von der DEHSt anerkannten "Schley-Verfahren" gemäß DVGW G 693 beruht. Sie können zwischen einem monatlichen oder jährlichen Prozess wählen.

Zusatzinformation: Bereitstellung von CO2-Emissionsdaten

Betreiber CO2-emissionsmeldepflichtiger Anlagen müssen auf Basis eines „Überwachungsplanes“ ihre CO2-Emissionsdaten ermitteln und an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) senden. Grundlage dafür ist der Entwurf der Monitoringverordnung (MVO) „über die Überwachung von und die Berichterstattung über Treibhausgasemissionen gemäß der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates“. Ab dem Berichtsjahr 2013 gelten zudem neue Reglungen. Insbesondere zu Angaben zum Brennstoffstrom und den Analyseverfahren beachten Sie bitte die aktuellen Veröffentlichungen der DEHSt. Die Zuordnung zum Analyseverfahren können Sie beim Netzbetreiber nachfragen. Verfügt die berichtspflichtige Anlage über einen eigenen Prozessgaschromatographen (PGC), ist das Analyseverfahren A1 anzuwenden. Liegt die Anlage direkt am Netz der ONTRAS Gastransport GmbH, können Sie für das Analyseverfahren die Angaben aus A2 "Gasbeschaffenheitsreko" verwenden. Für alle anderen Anlagen im nachgelagerten Netz gilt voraussichtlich B3. Fragen Sie im Zweifel direkt bei Ihrem Netzbetreiber nach. Die Angaben zum Emissionsfaktor und zum unteren Heizwert sind mindestens für Anlagen der Kategorie B und C (fossile Gesamtemissionen größer 50.000 t CO2/Jahr) aus Messwerten zu ermitteln. Die zur Berechnung notwendigen Daten (Brennwert, Dichte, CO2-Gehalt des Erdgases) erhält der Anlagenbetreiber über seinen Lieferanten oder - wenn nicht schon heute - künftig ebenfalls kostenfrei vom Ausspeisenetzbetreiber.

Unsere Leistungen für Sie im Überblick

  • Berechnung des Emissionsfaktors und des unteren Heizwertes nach einem anerkannten Verfahren der DEHSt (DVGW G 693)
  • Realisierung im monatlichen bzw. jährlichen Prozess

Ermittlung und Bereitstellung von Gasbeschaffenheitswerten

Die Ermittlung und Bereitstellung von Gasbeschaffenheitswerten an Netzpunkten erfolgt mittels prozessbegleitender Simulation (ungeeicht) bzw. mittels eines Gasbeschaffenheits-Rekonstruktionsverfahrens (geeicht). Der flexible Erdgasbezug aus verschiedenen Lieferquellen führt häufig zu zeitlich stark schwankenden Gasbeschaffenheiten an den Einspeisepunkten, die sich dann im Rohrnetz verteilen. In einem vermaschten Netz mit mehreren Einspeisepunkten und Speichern kommt es zwangsläufig zu Vermischungen von Gasströmen unterschiedlicher Beschaffenheiten. Eine Alternative zur kostenintensiven Messung der Gasbeschaffenheitswerte, insbesondere des Brennwertes, aber auch für die Größen Heizwert, Normdichte, CO2-Gehalt und Wasserstoff ist der Einsatz eines Gasbeschaffenheits-Rekonstruktionssystems. Die Simulationssoftware rekonstruiert auf Basis eines modellierten Leitungsnetzes die Druckverhältnisse, Flüsse und Fließgeschwindigkeiten des Gases im gesamten Netz. Somit stehen an allen Netzkopplungspunkten die örtlich und zeitlich exakten Gasbeschaffenheitswerte zur Verfügung, mit denen beispielsweise aus den gemessenen Liefermengen die gelieferten Energiemengen berechnet werden. Das angewandte Verfahren besitzt eine von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) ausgestellte Bauartzulassung und ist als geeichtes Messgerät zugelassen. Die Rekonstruktionsergebnisse sind somit als Tagesmittelwert geeicht und zur Verwendung im geschäftlichen Verkehr zugelassen.

Unsere Leistungen für Sie im Überblick

  • Ermittlung der Gasbeschaffenheitswerte mittels eines geeichten Gasbeschaffenheitsrekonstruktionssystems
  • prozessbegleitende Übertragung von ungeeichten Gasbeschaffenheitswerten im 3-Minuten-Zyklus bzw. als Stundenmittel- oder Tagesmittelwerte
  • monatlich nachgängige Übertragung der geeichten Tages- oder Monatsmittelwerte
  • Bereitstellung der Gasbeschaffenheitswerte über branchenübliche Schnittstellen (z. B. via TASE.2, via E-Mail im Format Excel oder als Geschäftsnachricht)